Montag, 28. Juli 2008

-klekihpetra-

Soeben ging die erste offizielle Pressekonferenz des ÖFB unter Teamchef Karel Brückner, dem "weißen Vater" (klekih petra), zu Ende.

Hier die wichtigsten Statements des neuen Teamchefs, welche er in gebrochenem Deutsch von sich gab:

"Ich möchte mich entschuldigen, dass ich seit Freitag keine Kommentare abgegeben habe. Das wurde mit den Vertretern des Fußballbundes so vereinbart."

"Ich hatte keine Schwierigkeiten mit der Entscheidung. Klare Frage, klares Angebot."


"Ich kann die Arbeit Josef Hickersbergers fortsetzen."


"Ich weiß, was man von mir erwartet. Ich freue mich auf meine neue Arbeit, meine neue Mannschaft, meine Mitarbeiter."

"Für einen modernen Fußball gelten überall die gleichen Regeln. In Tschechien, in Polen, in Italien, Frankreich und Österreich."

"Wir haben nicht viel Zeit. Am 20.August haben wir das Freundschaftsspiel gegen Italien und am 6.September startet die Qualifikation mit dem Spiel gegen Frankreich."

"Selbst die schönsten Worte können Ergebnis nicht ersetzten."


"Ich grüße alle Fans des österreichischen Fußballs und lade sie ein zum ersten Qualifaktionsspiel gegen Frankreich. Danke!"



ÖFB-Präsident Stickler sagte, dass Andi Herzog "Brückner auf jeden Fall in der Vorbereitung auf die nächsten Spiele zur Verfügung stehen wird".


Die wichtigsten Antworten Karel Brückners auf die Journalistenfragen (teilweise in tschechisch, teilweise in deutsch):

Wie groß sehen Sie das Potential in der österreichischen Mannschaft?

"Ich kenne die junge österreichische Nationalmannschaft. Ich hab mehrmals die Spiele gesehen. Es ist zu früh, diese Frage zu beantworten. Der Wunsch muss auch das Ziel sein - die Qualifikation für die WM."

Hat Sie das Auftreten der österreichischen Mannschaft bei der EURO überrascht?
"Das war eine gute Leistung gegen Polen und Kroatien. Das Potential ist vorhanden. Aber ich hab eher unsere Gegner Türkei und Portugal beobachtet. Ich hab noch nicht die große Übersicht."

Was wollen Sie anders machen als Josef Hickersberger?
"Ich muss die Situation vorher kennen lernen. Ich muss jetzt schnell Informationen finden, Spieler beobachten. Ich hab auch die letzten 10 Nationalspiele auf DVD. Ich muss also vorher das eigene Spiel kennen lernen."

Werden Sie Andi Herzog als Ihren Assistenten beauftragen?
"Andi Herzog ist kein Assistent. Das ist mein Kollege, ein Trainer, ein starker Mann. Das war ein sehr positives Gesrpäch mit Andi Herzog. Nach meiner Meinung wird das mein Partner, nicht mein Assistent."

Haben Sie sich schon Gedanken über Namen wie Ivica Vastic oder Paul Scharner gemacht?
"Ich habe die Aufstellung für das erste Freundschaftsspiel noch nicht fertig. Ich kenne die Topspieler. Ich habe noch nie jemanden aus dem Kader ausgeschlossen. Probleme muss man lösen und ich glaube, dass wir diese Probleme lösen werden."

Werden Sie ein Gespräch mit Josef Hickersberger suchen?
"Ganz sicher, ich schätze ihn sehr. Das wird heute oder in den nächsten Tagen stattfinden. Ich habe schon sehr viele Gespräche geführt und gute Eindrücke mitgenommen. "

Glauben Sie, dass Ihre Sprache ein Problem sein könnte?
Fußballsprache und Fußballausdrücke beherrsche ich vollkommen.

Kennen Sie Roger Spry und wollen Sie ihn behalten?
Ich habe eine Empfehlung bekommen. Sie sind zufrieden mit seiner Tätigkeit. Ich kenne Ihn natürlich noch nicht, aber es gibt Gewohnheiten. Und wenn diese positiv sind, sollte man Sie beibehalten.


In diesem Sinne - viel Erfolg dem neuen Teamchef !